Umfrage: Mütter beobachten psychische Corona-Folgen bei Kindern

Ängste, eingeschränkte soziale Kontakte und verkleinerter Bewegungsraum: die Pandemie macht vielen Menschen zu schaffen. Viele Mütter beobachten dies bei ihren Kindern.

Rund 35 Prozent der Mütter haben einer Umfrage zufolge während der Corona-Pandemie eine Verschlechterung der seelischen Gesundheit ihrer Kinder bemerkt. Das gaben sie bei einer Befragung des Wissenschaftlichen Instituts der AOK an.

Bei Müttern mit geringem Haushaltseinkommen und Alleinerziehenden war der Anteil höher (51 und 44 Prozent). Der AOK-Bundesverband veröffentlichte die Ergebnisse am Donnerstag.

Bei der körperlichen Gesundheit der Kinder beobachteten 16 Prozent eine Verschlechterung. Auch hier lag der Anteil bei Alleinerziehenden (25 Prozent) und Geringverdienern (29 Prozent) höher. „Wie ein roter Faden zieht sich durch fast alle Ergebnisse unserer Untersuchung, dass Kinder aus sozial schwächeren Familien deutlich stärker durch die Pandemie belastet waren“, sagte Studienleiter Klaus Zok laut einer Mitteilung.

Mehrheit der Kinder kam relativ gut durch die Pandemie

In der Studie heißt es aber auch, die Mehrheit der Kinder scheine bislang relativ gut durch die Pandemie gekommen zu sein. „So ist nach Einschätzung der Mütter die aktuelle körperliche Gesundheit bei rund vier Fünfteln, die seelische Gesundheit bei rund drei Fünftel der Kinder gut bis sehr gut.“ Es sei anzunehmen, dass die pandemiebedingten Gesundheitsverschlechterungen bei den meisten Kindern nicht schwerwiegend gewesen seien oder „zwischenzeitlich bereits wieder kompensiert werden konnten“.

Für die Studie wurden im Februar und März dieses Jahres 3000 Mütter von drei- bis zwölfjährigen Kindern befragt.

Mitteilung mit Link zur Studie

Nachrichtenquelle: geo.de

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