Bei Hitze: Abkühlung für Hunde: So helfen Sie Ihrem Vierbeiner durch den Sommer

Um sich im Sommer abzukühlen, brauchen Hunde die Unterstützung von Herrchen und Frauchen. Denn sie können ihre Körpertemperatur nur bedingt selbst regulieren und leiden schnell unter der Hitze. Mit sechs erfrischenden Ideen helfen Sie Ihrem Haustier durch die heißen Sommertage

Während viele Menschen sich über strahlend blauen Himmel und pralle Sonne freuen, geht es ihren Hunden ganz anders. Schon Temperaturen ab 20 Grad sind für manche Vierbeiner zu warm. Sie liegen flach am Boden, sind unmotiviert und fangen beim Gassigehen nach wenigen Metern an zu hecheln. Mit dem Hecheln regulieren Hunde ihre Körpertemperatur, denn sie haben, anders als wir, kaum Schweißdrüsen. Steigt das Thermometer Richtung 30 Grad, kommt die Hundezunge kaum noch gegen die Hitze an. Eine Abkühlung muss her.

Widget Hundepool

1. Hundepool zum Planschen

Ihr Hund liebt es, im Wasser zu planschen? Dann wird er sich über einen eigenen Hundepool freuen. Faltbare Modelle gibt es in verschiedenen Größen für kleine und große Rassen. Im Handumdrehen ist das Planschbecken bereit zum Einsatz: Es muss nicht aufgepumpt werden, sondern wird lediglich aufgeklappt und mit Wasser gefüllt. Faltbare Hundepools sind außerdem strapazierfähig. Anders als aufblasbare Planschbecken halten sie Hundekrallen unbeschadet aus. 

Für noch mehr Spaß im Hundepool können Sie Leckerlis zum Suchen in das Wasser werfen. Oder Sie locken Ihren Hund mit einem schwimmenden Spielzeug hinein und üben das Apportieren aus dem Pool heraus. So können Sie Ihren Hund auch an das Planschbecken gewöhnen, falls er noch etwas skeptisch ist. Heben Sie ihn nicht gegen seinen Willen hinein. Die Abkühlung im Pool sollte immer freiwillig erfolgen.

Leckerli-Suche im Hundepool
Auf Tauchgang: Die Leckerli-Suche im Hundepool ist eine schonende Abkühlung
© GEO

2. Selbstgemachtes Hunde-Eis

Mit einem leckeren Hunde-Eis verwöhnen Sie Ihren Vierbeiner an heißen Tagen ganz schnell und unkompliziert. Eis für Hunde können Sie aus verschiedenen Zutaten selbst herstellen – einfach in die Eisform geben, einfrieren und fertig ist das Hunde-Eis.

Achten Sie darauf, dass die Zutaten für Hunde bekömmlich sind. Normales Speiseeis vertragen sie zum Beispiel nicht. Hunde-Eis können Sie aus Naturjoghurt, Quark oder Nassfutter herstellen. Drei schnelle Rezepte finden Sie hier.

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Wichtig: Ihr Hund sollte sich in Geduld üben. Der Hundemagen verträgt eiskalte Speisen nicht in Massen. Lassen Sie ihn deshalb das Eis schlecken, aber nicht abbeißen. Dazu bieten Sie es Ihrem Hund an. Zunächst wird er daran schlecken. Sobald er versucht, hineinzubeißen, entziehen Sie die kühle Leckerei. Warten Sie kurz, bevor Sie ihm das Eis dann wieder zum Schlecken anbieten. So gehen Sie vor, bis Ihr Hund verstanden hat: Schlecken ja, Beißen nein. 

Hund schleckt am Hunde-Eis
Leckere Abkühlung: Dieses selbstgemachte Hunde-Eis besteht aus Wassermelone, Naturjoghurt und etwas Wasser
© GEO

3. Der Wasserschlauch: Freund oder Feind?

Mit dem Gartenschlauch ist es so eine Sache: Manche Hunde genießen die Abkühlung sehr, andere machen lieber einen großen Bogen um den gruseligen Schlauch. Hier geht Probieren über Studieren. Halten Sie den Schlauch nah über den Boden und stellen Sie das Wasser an. Rufen Sie Ihren Hund zu sich oder beobachten Sie, ob er von allein Interesse am Wasserstrahl zeigt.

Unser Tipp: Mit einer Handbrausekönnen Sie zwischen verschiedenen Sprühmustern wählen und mehr Druck auf den Wasserstrahl bringen.

Manche Vierbeiner sind ganz wild darauf, den Wasserstrahl zu jagen oder immer wieder „hineinzubeißen“. Andere freuen sich über eine sanfte Dusche – oder dulden diese bestenfalls. Dabei bitte nicht den Hund von oben mit hartem Wasserstrahl abduschen, sondern vorsichtig bei den Pfoten und Beinen beginnen. Im Zweifel geben Sie nur etwas Wasser in Ihre Handflächen und streichen es behutsam über das Fell.

4. Stand-Up-Paddling mit Hund

Gemeinsame Erlebnisse stärken die Bindung. Herrchen und Frauchen tun also gut daran, hin und wieder kreativ zu sein und etwas Neues auszuprobieren. Zum Beispiel Stand-Up-Paddling mit Hund. Viele Hunde sind auf Anhieb Feuer und Flamme für das SUP-Board und genießen es, über das Wasser zu gleiten oder vom Board ins kühle Nass zu springen. Bei längeren Touren auf großen Gewässern sollten Sie Ihren Hund zur Sicherheit mit einer Schwimmweste ausstatten. Diese unterstützt Ihren Hund nicht nur beim Schwimmen, sondern erleichtert es auch, ihn wieder zurück auf das Board zu heben.

Abkühlung auf dem Wasser: Stand-Up-Paddling mit Hund
Stand-Up-Paddling auf dem Wasser: Abkühlung und Abenteuer zugleich
© Jenny Sturm / Adobe Stock

Zu Beginn sollten Sie im Sitzen und nah am Ufer üben. Legen Sie das SUP-Board direkt am Ufer ins Wasser und setzen Sie sich ganz entspannt darauf. Locken Sie Ihren Hund dann zu sich. Es ist wichtig, dass Ihr Hund die Entscheidung trifft und selbstständig zu Ihnen auf das Board steigt. Heben Sie ihn nicht einfach hinauf. Wenn Sie merken, dass Ihr Vierbeiner kein Interesse oder gar Angst vor dem SUP-Board hat, zwingen Sie ihn nicht dazu. Unter Umständen müssen Sie zunächst an Land üben: Legen Sie das SUP auf den Boden und geben Sie Ihrem Hund Zeit, sich daran zu gewöhnen.

Wenn Sie auf der Suche nach einem eigenen SUP-Board sind, werden Sie in unserem SUP-Board-Test fündig: Wir haben verschiedene Modelle getestet, die sich auch für Anfänger*innen eignen. Praktische Gadgets fürs SUP-Board stellen wir Ihnen hier vor.

SUP Vergleich Teaser

5. Kühlmatte: Mit Vorsicht genießen

Kühlmatten für Hunde versprechen sofortige Abkühlung. Es gibt selbstkühlende Matten, die mit einem speziellen Gel gefüllt sind. Legt der Hund sich darauf, wird das Gel zusammengepresst und kühlt ab. Aber Vorsicht: Erfahrungsberichten zufolge hält der Kühleffekt nur so lange an, bis das Gel sich wieder ausweitet (etwa, weil der Hund sich bewegt). Dann tritt der gegenteilige Effekt auf: Das Gel erhitzt sich. Solche Matten sollten also nur zur Abkühlung genutzt werden, wenn Ihr Hund die freie Wahl hat und jederzeit aufstehen darf. Als dauerhafte Unterlage fürs Körbchen oder die Transportbox im Auto sind sie weniger geeignet.

Kühlmatte

6. Raumkühler für die Wohnung

Auch in der Wohnung ist es manchmal einfach zu warm. Ein Raumkühler erfreut dann Hund und Mensch zugleich. Beim Kauf sollten Sie genau hinschauen: Es gibt viele kleine Modelle, die sich zum Beispiel zur Abkühlung am Schreibtisch eignen. Damit Ihr Hund aber auch etwas davon hat, sind Sie mit einer mobilen Klimaanlage besser beraten. Die großen Geräte temperieren den Raum gleichmäßiger. 

Raumkühler

Auf Kühlwesten und Kühlhalsbänder sollten Sie verzichten

Beliebt sind auch sogenannte Kühlwesten oder Kühlhalsbänder für Hunde. Allerdings sollten Hundebesitzer*innen davon lieber absehen. Denn ob Ihr Hund diese Form der Abkühlung als angenehm empfindet, ist fraglich. Zudem kann er nicht selbst entscheiden, wann er genug hat.

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Nachrichtenquelle: geo.de

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