Angst vor Schweinepest: Nationalpark Harz: Speiseabfälle gehören nicht in die Natur

Um die Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest einzudämmen, sollen Besucher im Nationalpark Harz keine Lebensmittel am Wegrand wegwerfen. Selbst die Entsorgung in den Abfallbehältern soll vermieden werden.

Der Nationalpark Harz bittet seine Gäste, keine Speiseabfälle in der Natur zu entsorgen, um der Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) vorzubeugen.

Reste sollten auch nicht in Abfallbehälter im Wald oder an Waldparkplätzen geworfen werden, teilte ein Sprecher des Nationalparks in Wernigerode mit. Möglicherweise mit ASP infizierte Speiseabfälle könnten für Wildtiere zur Futterquelle werden. Das ASP-Virus sei sehr widerstandsfähig und könne in frischem, gefrorenem, gepökelten und geräuchertem Zustand überleben. Das Virus könne so ins Parkgebiet eingeschleppt werden.

Für Menschen und andere Tiere ist die Seuche ungefährlich

Im südlichen Landkreis Emsland war die ASP in einem landwirtschaftlichen Betrieb aufgetreten, in Sachsen-Anhalt bislang noch nicht. Auch im Nationalpark habe es noch kein Fall gegeben.

Laut dem Sprecher hat sich die Nationalparkverwaltung auf die Bekämpfung und Eindämmung der Tierseuche vorbereitet. In Zusammenarbeit mit den Veterinärämtern der Landkreise seien Bergeteams gebildet worden, die sofort tätig würden, wenn erkrankte oder verendete Wildschweine gefunden würden. Für Menschen und andere Tierarten ist die ASP nicht ansteckend oder gefährlich.

Für Haus- und Wildschweine endet die Krankheit oft tödlich

ASP ist eine ansteckende Viruserkrankung bei Haus- und Wildschweinen, die fast immer tödlich verläuft und unheilbar ist. Es gibt keine Möglichkeit, die Schweine durch eine vorbeugende Impfung zu schützen. Die Erkrankung kann direkt von Tier zu Tier übertragen werden oder indirekt vom Menschen über kontaminierte Gegenstände wie Kleidung und Schuhe sowie Futter, auch in andere Gebiete. In der Regel geht sie mit Fieber einher, die Tiere stellen das Essen ein und sterben schnell.

Nachrichtenquelle: geo.de

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