Bäume, Vögel & Co. : Fünf Apps, mit denen Sie die heimische Natur entdecken

Erkundet der Mensch die Natur um ihn herum, weiß er oftmals nicht, welcher Baum dort blüht, welcher Vogel da zwitschert, welcher Stern am Himmel steht. Ausgerechnet Smartphone-Apps können dabei helfen, sich besser zurechtzufinden

1. Neue und alte Wanderwege finden

Wanderer hatten früher meist zwei Optionen: Entweder sie kramten an jeder Weggabelung eine unhandliche, aber detailgetreue Karte hervor oder sie entschieden aus dem Bauch heraus – und verliefen sich beständig. Herkömmliche Navigationsapps auf dem Handy waren auch keine Hilfe. Zu grob waren diese skaliert, verschlungene Wanderpfade sind dort selten hinterlegt. Außerdem ist es ja die ursprüngliche Funktion von Google Maps und Co. den kürzesten, unkompliziertesten Weg von A nach B zu finden – das Gegenteil vom echten Wandern also.

Wanderapps wie Komoot, Bergfexoder Outdooractivefüllen genau diese Lücke. Sie funktionieren auch als Offline-Karten, bieten fertige Routen zum Nachwandern und geben meistens detaillierte Infos zum Höhenprofil der Strecke. Manche Apps schicken sogar eine Push-Nachricht, sobald der Wanderer vom Weg abkommt, oft sind Sehenswürdigkeiten am Wegesrand oder Berghütten zum Übernachten verzeichnet.

2. Sterne gucken – und erkennen, was man sieht

Je weniger Stadt um einen herum stattfindet und je tiefer man in die Natur eintaucht, desto mehr Sterne erscheinen am Nachthimmel. Für viele ist das ein ungewohnter und auch deshalb so faszinierender Anblick. Das Problem: Die meisten finden den Großen und Kleinen Wagen, vielleicht erkennen sie noch den Schimmer der Milchstraße. Dann hört unser Wissen über das Universum meist auf.

Apps wie SkyView und Sternenatlas helfen. Aus den GPS-Daten des Smartphones generieren die Apps Informationen über den Sternenhimmel, der einen umgibt: Halte ich mein Handy in den Himmel, sehe ich auf dem Bildschirm Informationen zu den Sternbildern direkt dahinter. So werden auch für Laien komplexe Gebilde wie Ursa Major (der Große Bär) erkennbar. Außerdem lassen sich die Flugbahnen der Planeten erkennen.

3. Wer zwitschert denn da? Vogelarten bestimmen

Kehrt der Frühling zurück in unsere Breitengrade, begrüßen ihn unsere Singvögel mit lautem Gezwitscher. Doch welcher Singvogel gerade sein Konzert gibt, das können die meisten Menschen wohl kaum zuordnen. Die AppBirdNETversucht Abhilfe zu schaffen: Nutzer können Vogelstimmen aufnehmen, die App versucht anschließend, die Aufnahme einem Vogel zuzuordnen – und zeigt Fotos und weitere Informationen der in Frage kommenden Sänger an.

Sechs praktische Apps für Hobbygärtner (24109)

Die App Vogelwelt, herausgegeben vom Naturschutzbund, geht einen ganz anderen Weg: Sie stellt Bilder von 307 heimischen Vogelarten zur Verfügung und liefert viele Hintergrundinformationen zum Tierverhalten, dem Gesang und ihrer Häufigkeit zur Verfügung. Die Nutzer können sich dann selbst durch mehrere Kategorien klicken und die Vogelart, die sie vor sich haben, herausfiltern und bestimmen. Kleiner Tipp für Anfänger: Die Auswahl lässt sich auch auf die hundert häufigsten Arten reduzieren!

4. Den Wald mit den Augen eines Experten sehen

Der Wald ist ein faszinierender Ort – ganz besonders im Frühling, wenn die Natur aus der Winterruhe erwacht. Dann sprießen Pflanzen aus dem Totholz, erwachen Nagetiere aus dem Winterschlaf und suchen unermüdlich Futter. Vogelmännchen wetteifern mit den schönsten Nestern und einfallsreichem Balzgesang um die Gunst der Weibchen und der Specht liefert den Takt dazu.

In so einem Gewimmel von Eindrücken kann man schon mal den Überblick verlieren – und nicht jeder hat einen Förster wie Peter Wohlleben im Freundeskreis, der einem den Wald erklärt. Deshalb hat das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft die App Waldfibelentwickelt. Detailgetreue Bilder von Tieren und Pflanzen machen es auch Städtern möglich, zu erkennen, was sie im Wald entdecken. Wer sich mehr auf das Erkennen der Flora konzentrieren möchte, dem helfen Apps wie iForest, iPflanzenoder Baumbestimmung.

5. Wissen, was man essen kann

Wer in die Natur geht, möchte sie oft nicht nur sehen, sondern auch schmecken. Vor allem Laien sollten dabei aber vorsichtig sein, denn die Früchte vieler Pflanzen sind nicht genießbar und entwickelten in manchen Fällen sogar giftige Abwehrmechanismen gegen gefräßige Plünderer.

Wer trotzdem frischen Holunder ernten oder ein paar wilde Brombeeren genießen möchte, der sollte auch sicher sein, dass er nicht auf Vogelbeeren oder anderen giftigen Pflanzen kaut. Das gleiche gilt für frische Kräuter, die am Waldes- oder Wegesrand wachsen. Dabei hilft zum Beispiel die App Wildkräuter und Beeren bestimmen. Wer im Herbst ein paar frische Pilze sammeln möchte, kann auf Apps wie den Pilzführer zurückgreifen.

Doch Vorsicht – auch solche Apps bieten keine hundertprozentige Sicherheit. Wer sich unsicher ist, sollte im Zweifelsfall lieber die Finger von verlockenden Pilzen und Beeren lassen.

Nachrichtenquelle: geo.de

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