Baltikum

Backsteingotik & Jugendstil in Estland, Lettland &Litauen

Freunde der Gotik in der Architektur und insbesondere der Backsteingotik kommen im Baltikum voll auf ihre Kosten. Frühhansische Kaufleute, die deutsche und dänische Geistlichkeit sowie die Ritterorden brachten die architektonischen Stilelemente ihrer Heimat mit in die eroberten Länder.

12-tägige Architektur-Reise 2016 in das Baltikum

  • Veranstalter: Ventus Reisen GmbH
  • Reisetermin: Donnerstag 09.06. – Montag 20.06.2016
  • Teilnehmer: Mindestteilnehmerzahl 15 Personen
  • Reisedauer: 12 Tage / 11 Nächte
  • Verpflegung: Halbpension
  • Reiseleitung: Deutsch sprechende Reiseleitung ab/bis Flughafen für die gesamte Reise

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Ihre Experten für diese Architekturreise erreichen Sie von Montag bis Freitag, jeweils von 9:00 bis 17:30 Uhr. Bitte erwähnen Sie zu Beginn des Gespräches den Buchungscode.

Buchungscode AR-BA-16
E-Mail ventus@architekturreisen.com
Telefon 0049 (0) 30 / 391 003 -32 und -33

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Reiseübersicht

Die Alexander-Newski-Kathedrale in Tallinn, Estland

Die Alexander-Newski-Kathedrale in Tallinn, Estland. Bild: AZ/Architekturzeitung

Aie baltischen Länder haben sich herausgeputzt. Nach Jahrzehnten der Zugehörigkeit zu den sozialistischen Sowjetrepubliken erstrahlen die Städte und Dörfer heute wieder in ihrer ursprünglichen Pracht. Freunde der Gotik in der Architektur und insbesondere der Backsteingotik kommen im Baltikum voll auf ihre Kosten. Frühhansische Kaufleute, die deutsche und dänische Geistlichkeit sowie die Ritterorden brachten die architektonischen Stilelemente ihrer Heimat mit in die eroberten Länder.
Historischen Spurensuchern bieten sich vielerlei Zeugnisse: aus der Zeit der Christianisierung oder der hanseatischen Blüte, an der einen oder anderen Stelle auch noch aus sowjetischer Zeit. Ein Mix aus unterschiedlichen Kulturen, unterschiedlichen Kulturen und Weltanschauungen, der sich auch in der Architektur widerspiegelt und einen ganz besonderen Reiz darstellt.
Manche Stadt zeigt sich wie ein Museum der Geschichte. Die Dörfer haben sich von der Vernachlässigung in der sozialistischen Zeit erholt und empfangen den Gast mit einer ruhigen und reizvollen Atmosphäre. Aber auch die Hauptstädte locken den Besucher, so die herrliche Altstadt von Riga mit ihren prächtigen Jugendstilhäuser, Meisterstücke dieser Stilrichtung. Schmuckstücke der gotischen Architektur findet man vor allem in Tallinn – Schulter an Schulter mit interessanten Neubauten wie z.B. das Kunstmuseum KUMU und der ehemalige Wasserflughafen Lennusadam.

Riga – Hauptstadt des Jugendstils | Euromaxx (4 Minuten)

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Programm (Erster bis dritter Tag in Vilnius und Kaunas)

Kirche der Heiligen Katharina in Vilnius, Litauen. Bild: Ventus Reisen

Kirche der Heiligen Katharina in Vilnius, Litauen. Bild: Ventus Reisen

Erster Tag in Vilnius

Nach Ankunft Transfer zum Hotel und Check-in.

Zweiter Tag in Vilnius

Am Vormittag erwartet Sie ein erster Altstadtrundfahrt durch Vilnius unter dem Thema „Barock und Klassizismus in der Architektur“. Spazieren Sie auf den geschichtsträchtigen Burgberg und schlendern Sie durch die gemütlichen Gassen der Altstadt mit ihren zahlreichen Künstlerläden. Die Altstadt von Vilnius ist die Größte in ganz Osteuropa. Hier sind die Kulturen des Ostens und des Westens von jeher aufeinander geprallt, wodurch das Stadtzentrum deutlich geprägt wurde. Ab dem 14. Jh. bis zum Ende des 17 Jh. wirkte die Stadt sehr stark auf die architektonische Entwicklung der gesamten Region ein und bietet noch heute ein sehr gut erhaltenes Beispiel mittelalterlicher Straßennetze und Urbanstrukturen. In der Stadt ist eine große Gebäudevielfalt erhalten geblieben: es gibt viele gut erhaltene Bauten im Gotik-, Renaissance-, Barock- und Klassizismus-Stil. Nicht zuletzt deshalb wurde die Altstadt von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt.
In den Straßen und Gebäuden sind klar die Spuren aus dem Leben der Juden, Polen, Russen, Deutschen, Weißrussen, Karäer und Tataren zu erkennen. Hier leben die Vertreter von verschiedenen Konfessionen (Katholiken, griechische Katholiken, Orthodoxen, evangelische Christen, Judenchristen, Muslime) friedlich zusammen.
Der Nachmittag steht im Zeichen des Mittelalters. Sie fahren zur malerischen Wasserburg Trakai, ein spätmittelaterliches Gebäude, das heute als Museum dient. Die für ihre wunderbaren Landschaften und die legendäre Burg Trakai bekannte Stadt war einstmals die Wiege des Staates Litauen und seine Hauptstadt; ein wichtiges militärisches und politisches Zentrum und Sitz der Großfürsten Litauens. Die Burg liegt auf einer Insel zwischen dem Galvesee, dem Lukasee und dem Totoriskessee und ist nicht nur wegen Ihrer historischen Bedeutung interessant, sondern auch wegen ihrer Bauweise. Das in den Hauptgebäuden befindliche Museum geht auf die Geschichte der Burg ein und stellt Ausgrabungsfunde aus. Es zeigt die Phasen der Wiederherstellungsarbeiten der Burg und verfügt auch über Modelle der Burg.
Die Stadt Trakai ist außerdem dafür bekannt, dass hier seit dem 14. Jahrhundert Karaimen (oder Karäer) wohnen (ein turksprachiges Volk), die bis in die heutigen Tage ihre Traditionen pflegen. In der Stadt stehen auch das Kultgebäude der Karaimen die „Kenesa“ und die Wohnhäuser der Karaimen, die Sie von außen sehen werden. Rückfahrt nach Vilnius. Am Nachmittag besischen Sie das Künstlerviertel „Republik Uzypis“. Es ist eines der ältesten Viertel von Vilnius, das schon in historischen Quellen des 16. Jahrhunderts erwähnt wird. Damals war es die Vorstadt der Armen. Seit 1990 begannen sich in Užupis Künstler anzusiedeln, die Užupis in eine wahre Künstlerrepublik verwandelt haben: mit eigener Verwaltung, Verfassung, Hymne, Traditionen und Festen – und natürlich mit einem eigenem Unabhängigkeitstag, dem 1. April. Hier gibt es zahlreiche Kunstgalerien, Workshops und Cafés und hier findet das moderne, aventgardistische Leben der Stadt statt.
Unter Vorbehalt der Terminbestätigung: Treffen mit einem Vertreter des Nationalen Restaurationszentrums von Litauen und Besichtigung der Restaurations-Werkstätten.

Strassenszene in Vilnius, Litauen. Bild: Ventus Reisen

Strassenszene in Vilnius, Litauen. Bild: Ventus Reisen

 

Dritter Tag in Kaunas

Dreifaltigkeitskirche in Kaunas, Litauen. Bild: Ventus Reisen

Dreifaltigkeitskirche in Kaunas, Litauen. Bild: Ventus Reisen

Sie verlassen Vilnius und fahren nach Kaunas, in die zweitgrößte Stadt Litauens. Auf dem Weg liegt das im 17. Jh. gegründete Pazaislis Kloster, das Sie besuchen werden. Seine Bekanntheit verdankt es in erster Linie der Kirche, eine der schönsten Barockbauten in Litauen. Die Arbeiten am Kloster und an der Mariä-Heimsuchung-Kirche begannen im November 1667 (ein halbes Jahr vor der Peter-und-Paul-Kirche in Vilnius). Der Kirchenbau wurde bis 1676 fertiggestellt; die Ausschmückungen im Kircheninneren dauerten bis 1712. Die Baumeister waren die Italiener Giovanni Battista Frediani und ab 1674 die Brüder Pietro und Carlo Puttini.
Im Anschluss fahren Sie weiter nach Kaunas. Die gotische Architektur, die Festungswälle, die Spuren des Lebens verschiedener Ethnien, die Museen, Kaunas als erste Hauptstadt der Republik und die Architektur des Rationalismus und Funktionalismus sind nur einige der Gründe, Kaunas kennen zu lernen. Die Stadt liegt wunderschön auf einer Halbinsel und ist geprägt von Bauwerken der Gotik, Rnaissance und des Barock. Sie sehen unter anderem das Rathaus, das von 1542 bis 1562 erbaut und anschliessend vielen Umbauten unterzogen wurde. Daher finden sich in der Architektur des Rathauses Elemente aus verschiedenen Epochen vor. Die Erzkathedrale der Heiligen Apostel Peter und Paul (Arkikatedra bazilika) am nordöstlichen Rathausplatz wurde 1408 errichtet und ist das größte gotische Bauwerk in Litauen.

Strassenszene in Kaunas, Litauen. Bild: Ventus Reisen

Strassenszene in Kaunas, Litauen. Bild: Ventus Reisen


Programm (Vierter bis sechster Tag in Klaipeda und Liepaja)

Vierter Tag in Klaipeda

Über eine landschaftlich schöne Strecke fahren sie über Jurbarkas, Pagegiai und Silute nach Klaipeda. In dieser Region haben einige Orte deutsche Wurzeln, was sich teilweise auch in der Bauart der Häuser wiederspiegelt. Abendlicher Altstadtrundgang mit Ihrer Reiseleitung. Bis 1920 war Klaipeda die nördlichste Stadt Deutschlands. Die vielseitige Vergangenheit – von der Zeit des Ordens über Polen, Preußen, Schweden, Deutschland, das Memelgebiet und die Sowjetunion – war und ist noch heute prägendes Merkmal der Stadt und ihrer Architektur. Sie sehen die Altstadt mit ihren Speichern und Fachwerkhäusern und besuchen den Theaterplatz mit dem Simon-Dach-Brunnen, auf dem wieder die Skulptur des viel besungenen Ännchen von Tharau steht.

Fünfter Tag in Liepaja

Holzhaus in Liepaja, Lettland. Bild: Ventus Reisen

Holzhaus in Liepaja, Lettland. Bild: Ventus Reisen

Heute steht der Bernstein im Zentrum Ihrer Entdeckungen: Sie verbringen den Tag auf der Kurischen Nehrung, die in die Kulturliste der UNESCO aufgenommen wurde. Von Klaipeda aus fahren Sie mit der Fähre auf die Kurische Nehrung, eine schmale, aber fast hundert Kilometer lange Landzunge, die das Haff von der Ostsee trennt. Die Dünen sind bis sechzig Meter hoch; durchaus Sahara-würdig. Der Sage nach, soll die schöne Riesin Neringa den Sand in ihrer Schürze herbeigeschleppt und aufgeschüttet haben, um die Kuren vor der Gewalt des Meeresgottes Bangputis zu schützen. Sie besuchen Nida, den wohl bekanntesten Ort auf der Nehrung. Alte Fischerkaten, bunt gestrichen, mit blühenden Vorgärten versetzen Sie in die Vergangenheit. Nida war bis zur Gründerzeit ein verträumtes Fischerdörfchen bis es von den Künstlern entdeckt wurde. Unter Ihnen so berühmte Namen wie Max Pechstein, Lovis Corinth oder Ernst-Ludwig Kirchner. Besondere Attraktionen sind das Haus von Thomas Mann, das er auf dem Schwiegermutterberg errichten ließ und in dem er einige Sommer mit seiner Familie verbrachte. Heute ist es ein Museum, das Sie besuchen werden. Sie unternehmen eine kleine Wanderungen auf die Große Düne, um die landschaftliche Schönheit der Kurischen Nehrung genießen zu können und besuchen eine Bernsteingalerie mit Werkstatt. Hier bekommen Sie erklärt, wie der kostbare und empfindliche Rohstoff verarbeitet wird. Anschließend Rückfahrt mit der Fähre nach Klaipeda und Weiterreise über Palanga und die lettische Grenze in die Küstenstadt Liepaja. Je nach Ankunftszeit erster Bummel durch die Stadt. Landestypisches Abendessen mit Verkostung der regionalen Fisch-Spezialitäten und der lokalen Biersorten auf dem Gelände das Gasthauses Jurnieka Ligzda (Fischermanns-Nest).

Sechster Tag in Liepaja

Strassenszene in Liepaja, Lettland. Bild: Ventus Reisen

Strassenszene in Liepaja, Lettland. Bild: Ventus Reisen

Der heutige Tag ist ganz der modernen Stadt Liepaja gewidmet. Die Stadt ist auf zwei Seiten mit Wasser umgeben – der Ostsee im Westen, dem Libauer See im Osten und einem Handelskanal in der Mitte, der beide Ufer verbindet. Ihre Nähe zum Wasser hat auch die historische Entwicklung dieser Stadt beeinflusst. Das moderne Liepaja entstand in der zweiten Hälfte des neunzehnten Jahrhunderts, als die Entwicklung der Eisenbahn das Wachstum der Industrie maßgeblich beeinflusste. Diese Tatsache wird in der zeitgenössischen Architektur deutlich, wo Akzente von Industriebauten immer noch zum Stadtbild gehören. Sie besuchen den neuen Konzertaal „Great Amber“ (Großer Bernstein). Exzellente Akustik, zeitgenössische Architektur und Multifunktionalität sind die wichtigsten Eigenschaften dieses riesigen Konzertsaales. Hier wurden neue Konzepte und Tendenzen der zeitgenössischen Architektur verwandelt, die nicht immer mit den natürlichen Gegenbenheiten der Stadt im Einklang stehen. Sie treffen sich mit Vertretern des Architektur-Büros, die für den Bau des Gebäudes verantwortlich waren und die Ihnen einen Einblick hinter die Kulissen gewähren und mit Ihnen auch über die Schwierigkeiten sprechen, vor denen das riesige Konzerthaus steht (2000 Zuschauerplätze, aber viel weniger Hotelzimmer in der Stadt, etc.). Sie sehen bei einem Rundgang (vorbehaltlich der Bestätigung) die besondere Gebäudegestaltung, die einzigartige Innenarchitektur und lernen die ausgezeichnete Akustik der Konzertsäle kennen. Gewinnen Sie einen Einblick in die moderne Form der Theater- und Nutzegebäudearchitektur.
Anschließend erwartet Sie der alte Teil der Stadt: Sie sehen die Dreifaltigkeitskathedrale mit der größten mechanischen Orgel der Welt, den legunenartigen See, der such durch die Veränderung der Ostsee-Küstenlinie beim Bau der Stadt gebildet hat, die einzigartige orthodoxe Meereskathedrale St. Nikolei und den Kriegshafen, entstanden als Militärstadt und Festung des russischen Zars Alexander III. Auch die Jugendstilhäuser im Zentrum werden Sie sehen. Zum Abschluss des Tages besuchen Sie den Nordpier – 1800 m lang und 7,35 m breit – ein aussagekräftiger Teil der Architektur Lettlands.


Programm (Siebter bis neunter Tag in Riga)

Siebter Tag in Riga

Freiheitsdenkmal im Stadtzentrum der lettischen Hauptstadt Riga. Bild: Ventus Reisen

Freiheitsdenkmal im Stadtzentrum der lettischen Hauptstadt Riga. Bild: Ventus Reisen

Der heutige Tag beginnt mit einem Ausflug zum archäologischen Ensemble von Grobina. Die Stadt wurde im 13. Jh von den Teutonen gegründet und die Ruinen ihres Schlosses können noch heute besucht werden. Sie unternehmen eine Kanu-Fahrt durch die schöne Natur und fahren anschließend weiter nach Riga. Unterwegs besuchen Sei die ehemalige Hansestadt Kuldiga, eine mittelalterliche Kleinstadt mit ihren malerischen Altstadtgassen mit Häusern aus dem 17. und 18. Jh., dem breitesten Wasserfall Europas und einer alten Backstinbrücke über den Fluß Venta, eine der längsten Backsteinbrücken Europas. Das historische Zentrum der Altstadt im Urstromtal der Venta wurde in die Tentativliste der UNESCO aufgenommen. Sie sehen das historische Zentrum um das Alexflüsschen – ein einzigartiges, gut erhaltenes Ensemble von Kleinstadtbauten des 17. und 18. Jh., das einzige im Baltikum. Im Zusammenhang damit wird Kuldīga auch als lettisches Venedig bezeichnet. Weiterfahrt nach Riga und Check-in im Hotel.

Achter Tag in Riga

Stadtansicht von Riga, Lettland. Bild: Ventus Reisen

Stadtansicht von Riga, Lettland. Bild: Ventus Reisen

Die lettische Hauptstadt Rīga ist die Perle des Baltikums. Riga steht auf der Liste des UNESCO-Weltkulturerbes. Im Laufe der Geschichte hat jedes Jahrhundert seine Spuren hinterlassen, was deutlich in der Architektur der Altstadt und im Zentrum zu erkennen ist. Das Kulturerbe besteht harmonisch neben dem heutigen hektischen Leben. Rīga wird auch Architekturperle genannt – Die Architektur von Rīga ist sehr abwechslungsreich. Die 800 Jahre alten gotischen Kirchen, die von den Gründern der Stadt erbaut wurden, die mittelalterlichen Bauwerke in der Altstadt, das exquisite Erbe des Jugendstils und der Holzbauten machen Rīga zu einer echten Architekturperle. Sie sehen die Altstadt mit zahlreichen architektonischen Highlights.
Der heutige Stadtrundgang durch Riga steht ganz im Zeichen der architektonischen Vielfalt der Stadt. Sie sehen zunächst den Dom. Gegenüber der Altstadt am linken Ufer der Daugava ragt das neue Gebäude der Lettischen Nationalbibliothek (LNB) empor – „Lichtschloss“, eines der größten Kulturbauwerke der letzten Jahrzehnte in Lettland. Das neue Gebäude der Bibliothek wird als ein multifunktionelles Kultur- und Bildungszentrum und ein Wissensspeicher geplant und wrude 2008 nach einem Entwurf des 1925 in Riga geborenen US-amerikanischen Architekten Gunnar Birkerts erbaut.
Außerdem sehen Sie die Moskauer Vorstadt mit den Zentralen Markthallen und dem Gebäude der Akademie der Wissenschaften, das im Stalinistischen Zuckerbäckerstil erbaut ist. Die sich in 65 Meter befindliche Aussichtsplattform der Akademie der Wissenschaften bietet den Einwohnern und Gästen von Riga die atemberaubende Möglichkeit, die Stadt von oben zu beobachten – vom Balkon des 16. Stocks eröffnet sich ein wunderbarer Blick auf die Rigaer Altstadt und die Daugava.

Neunter Tag in Riga

Jugendstil im lettischen Riga. Bild: Ventus Reisen

Jugendstil im lettischen Riga. Bild: Ventus Reisen

Das Thema „Jugendstil“ wird Sie heute begleiten. Die besondere Bedeutung des Jugendstils in Riga resultiert einerseits aus dem hohen Anteil dieses Architekturstils an der Gesamtbebauung zur damaligen Zeit als auch an der Erhaltung großer Teile über die beiden Weltkriege hinaus. So steht Riga in einer Reihe mit anderen Metropolen des Jugendstils in Europa wie etwa Wien, Paris oder Budapest. Die prächtigsten Jugendstilbauten in Riga finden sich in einem Viertel rund um die Alberta iela. Viele der Häuser in dieser und in einigen umliegenden Straßen wurden von dem Architekten Michail Eisenstein (1867 – 1921) erschaffen. Auch in der Elisabetes iela finden sich einige prächtige Vertreter der insgesamt ca. 800 Gebäude des Jugendstils, für die Riga heutzutage so bekannt ist. In der Alberta iela 12 befindet sich in der ehemaligen Wohnung des Architekten Konstantins Pekšens ein kleines Jugendstil Museum, das Sie besuchen werden.
Im Anschluss an die Jugendstil-Besichtigungen in Riga fahren Sie nach Jurmala. Die besondere Attraktivität gewinnt die 10 Kilometer südöstlich von Lettlands Hauptstadt am Rigaischen Meerbusen der Ostsee gelegene Stadt Jurmala durch ihren 32 km langen, weißen und breiten Sandstrand. Geprägt wird Jurmala durch die Anfang des 20. Jahrhunderts erbauten Sommerhäuser aus Holz, die damals den besseren Schichten aus Riga zur Erholung dienten. Auch hier findet sich das Thema Jugentstil wieder, denn einige der Holzhäuser werden im Jugenstil gebaut. Thema der hiesigen architektonischen Führung wird der Erhalt dieser alten Baudenkmäler sein. Sie erfahren mehr über die Geschichte der Häuser, über die staatlichen Regelungen während der Sowjekt-Zeit und über die Gegenwart.
Rückkehr nach Riga.


Programm (Zehnter bis zwölfter Tag in Tallinn)

Zehnter Tag in Tallinn

Schloss Kadriorg in Tallinn, Estland. Bild: Ventus Reisen

Schloss Kadriorg in Tallinn, Estland. Bild: Ventus Reisen

Sie starten den Tag mit einem Besuch des Ethnographischen Freilichtmuseums Lettlands. Hier sehen Sie die Bauweise der traditionellen Bauern- und Fischergehöfte der Region. Sie überqueren die Grenze nach Estland und über Pärnu fahren Sie weiter nach Tallinn. Bei einen Stopp lernen Sie Pärnu, ein traditionelles historisches Seebad mit weißen Sandstränden kennen. Mit einer Geschichte, die elftausend Jahre zurückreicht, ist Pärnu eine Perle für alle Geschichts- und Architekturinteressierten. Die Stadt selbst wurde 1251 gegründet und entwickelte sich zu einer der reichen und lebhaften Hansestädte des Mittelalters. Als Seebad hat Pärnu heute eine leichte, lässige und elegante Architektur – außergewöhnliche Beispiele wirklich unkonventioneller Architektur neben romantischen Holzvillen, moderne Glas- und Stahlbauten und ein Hauch von luxuriösem russischem Einfluss.
Nach der Ankunft von Tallinn beginnen Sie mit der Stadtbesichtigung unter dem Thema „Mittelalter“. Sie besuchen den Domberg mit der Aussichtsplattform, sowie die Unterstadt mit dem Rathausplatz.

Elfter Tag in Tallinn

Tallinner Rathaus, Estland. Bild: AZ/Architekturzeitung

Tallinner Rathaus, Estland. Bild: AZ/Architekturzeitung

Heute erleben Sie die estnische Hauptstadt, atmen die historische Luft Tallinns, schlendern durch die alten Gassen, in welchen einst schon die Kaufleute der Hanse eifrig ihren Geschäften nachgingen. Der Tag steht unter dem Motto „Einheit des Alten und des Neuen in der Stadt – Hight Tech und Mittelalter“. Genießen Sie den Tag in der Altstadt, die bewegte Geschichte zu erzählen hat und den Besucher in die Vergangenheit zu entführen sucht. Sie sehen einige der zahlreichen beeindruckenden Bauten der Stadt, das Haus der Grossen Gilde, die Ratsapotheke, das Schwarzhäupter-Haus und die Stadtbefestigung mit der „Dicken Margarethe“, die Ruine des Brigitten-Klosters, das Schloss, heute Sitz des Parlaments und verschiedene schön restaurierte Gilde- und Bürgerhäuser, deren Fassaden unzählige originelle Gestaltungen bieten. Zu den architektonischen Höhepunkten der Stadt gehören auch das Song-Festival-Gelände und Beispiele sowjetischer Architektur, die anlässlich der olympischen Spiele 1980 erbaut wurden. Der Besuch des Rotermann-Viertels mit einer spannungsreichen Kombination aus historischem, renoviertem Bestand und moderner Architektur erwartet Sie im Anschluss. Freuen Sie sich auf einen eindrucksvollen Mix aus alter Stadtarchitektur und neuen, modernen Gebäuden.

Zwölfter Tag in Tallinn

Altes Stadttor in Tallinn, Estland. Bild: AZ/Architekturzeitung

Altes Stadttor in Tallinn, Estland. Bild: AZ/Architekturzeitung

Je nach Flugzeit Freizeit bis zum Flughafentransfer, weitere Besichtigungen oder Fachprogramm möglich. Transfer zum Flughafen und Rückflug.


Termine und Preis

Termine und Preise

Beginn Ende Anzahl Teilnehmer Preis p.P. EZ-Zuschlag
09.06.2016 20.06.2016 Mindestteilnehmerzahl 10 Personen 2025,00 € 435,00 €

Änderungen vorbehalten; Preise pro Person und inklusive Mehrwertsteuer. Die Reise kann nur bei Ventus Reisen GmbH gebucht werden. Änderungen und Irrtümer vorbehalten.


Im Reisepreis enthalten:

  • Internationale Flüge mit Lufthansa ab/bis Frankfurt in der Economy Klasse
  • Flughafensteuern (können sich ändern)
  • Ticketausstellung und Gepäckgebühren
  • 11 Übernachtungen in den genannten Hotels der 4* Kategorie oder ähnlich (zentral gelegen) im Doppelzimmer mit Bad/WC bzw. DU/WC
  • 11 x Frühstück
  • 11x Abendessen (inkl. 1 landestypischen Abendessen mit Bierverkostung)
  • Alle Transfers und Ausflüge in einem guten Minibus oder Bus mit Klimaanlage lt. Programm
  • Durchgehende, Deutsch sprechende Reiseleitung ab/bis Flughafen für die gesamte Reise
  • Programm wie beschrieben, inkl. Eintrittsgeldern.
  • Fährkosten und Umweltgebühren auf der Kurischen Nehrung
Flüge

Flüge mit Lufthansa, Flugzeiten können sich ändern.
09.06. Frankfurt – Vilnius 20:45 – 23:45
20.06. Tallinn – Frankfurt 14:10 – 15:40.

Allgemeine Hinweise

Die Einreise in die drei baltischen Ländern Lettland, Estland und Litauen ist visumfrei möglich. Sie benötigen einen gültigen Personalausweis oder Reisepass.


Kontakt

Ihre Experten für diese Architekturreise erreichen Sie von Montag bis Freitag, jeweils von 9:00 bis 17:30 Uhr. Bitte erwähnen Sie zu Beginn des Gespräches den Buchungscode.

Buchungscode AR-BA-16
E-Mail ventus@architekturreisen.com
Telefon 0049 (0) 30 / 391 003 -32 und -33

Sie können Ihre Reiseexperten auch gerne über das vorbereitete Formular direkt und unverbindlich anschreiben.

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Veranstalterpartner

Die Reise kann nur bei Ventus Reisen GmbH gebucht werden. Das Team von architekturreisen.com ist kein Reiseveranstalter.

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